Mittwoch, 28. März 2018

Elixier des Lebens - Ein Artikel über unser Trinkwasser

H2O


Ohne Wasser kein Leben. Das wissen wir doch alle. Immerhin besteht der erwachsene Körper zu rund 60 bis 70 % allein nur daraus. Wasser findet sich in den Zellen, außerhalb der Zellen, im Blutgefäßsystem in Form von Blutplasma. Aber der Körper gibt Wasser auch wieder ab. Zur Ausscheidung von Abfallstoffen oder um die Temperatur halten zu können zum Beispiel. Aus diesem Grunde ist es wichtig, den Verlust der Flüssigkeit durch Trinken wieder auszugleichen. Grundsätzlich kein Problem, wo Deutschland doch eines der wasserreichsten Länder der Erde ist. Einfach Hahn auf und Glas drunter. Jedoch ist in den letzten Jahren unser Wasser arg in Verruf geraten. Von Belastungen mit Keimen, Schwermetallen und sogar Nanopartikeln war immer wieder die Rede. Ist unser Wasser also gar kein gesundes Lebenselixier, sondern viel eher ein ungenießbarer Giftcocktail, der uns krankmacht?


Wasserwerke garantieren die Qualität unseres Trinkwassers

Unser Trinkwasser ist das am strengsten kontrollierte Lebensmittel. Somit ist in aller Regel das Trinkwasser aus den Wasserwerken unbelastet. Vor allem, weil es durch spezielle chemische und mikrobiologische Verfahren so aufbereitet wird, das die Höchstwerte für Schwermetalle oder Bakterien meist nicht überschritten werden. Dies schwankt allerdings von Region zu Region, denn nicht jede Aufbereitungsanlage folgt einem einheitlichen Schema. In manchen Gebieten wird das Wasser zum Beispiel nur gefiltert und gechlort. Zudem gibt es insbesondere in Regionen, die durch viel Landwirtschaft gekennzeichnet sind, oft Kontaminationen des Trinkwassers durch Nitrate oder E. coli Bakterien aus der Gülle.


Qualität kommt nicht beim Verbraucher an

Und obwohl unser Wasser jetzt so kompliziert aufbereitet und streng kontrolliert ist, zeigt sich bei Analysen im Haushalt häufig eine Belastung mit Schwermetallen wie Blei oder Kadmium. Sogar Verunreinigungen mit gefährlichen Bakterien wie die Legionellen, die eine schwere Lungenentzündung (Legionellose) auslösen können. Somit kommt die Qualität in den Haushalten scheinbar nicht an. Wo liegt dann also das Problem?
Das Problem selbst befindet sich häufig, sprich in neun von zehn Fällen, innerhalb des Hauses. Alte Wasserleitungen oder Armaturen geben gerne geringe Dosen an Schwermetallen ab. Trinkwasserspeicher bilden einen Biofilm mit Bakterien, wenn die Temperatur zu niedrig ist. Wasserkräne oder Duschköpfe bieten aufgrund der Konstruktion Rückzugsmöglichkeiten für allerhand Keime, die sich über Nacht bei Raumtemperatur sogar vermehren können. Deshalb sollten wir kein Wasser trinken, das durch alte Leitungen geflossen ist. Wir sollten das Wasser vorher immer eine Zeit lang laufen lassen und Warmwasserspeicher, wenn möglich, auf über 50 °C halten.


Nanopartikel und andere Bestandteile

Trotz der guten Qualität gibt es dennoch einige Belastungen, die in den letzten Jahren stetig angestiegen sind, aber derzeit noch mit dem Siegel „Konzentration unbedenklich“ versehen werden. Hier ist die Rede von Nanopartikeln, Arzneimitteln, Hormonen oder das Gadolinium, ein Stoff, der bei MRT-Untersuchungen als Kontrastmittel verabreicht und mit dem Urin wieder ausgeschieden wird. Auch solche Dinge gelangen ins Trinkwasser. Allerdings wissen wir um diese Gefahr. Zahlreiche Wissenschaftler arbeiten an neuen Filter- und Aufreinigungsmethoden, um genau diese Stoffe in Zukunft eliminieren zu können.


Fazit

Unser Trinkwasser ist streng kontrolliert und hat eine gute Qualität im Gegensatz zu vielen anderen Ländern. Es ist aber nicht immer gänzlich unbelastet. Als Konsument von Trinkwasser sollten wir uns somit auf jeden Fall darüber informieren, wie das Wasser in der Region aufbereitet wird und aus welchen Leitungen wir es beziehen. Und wer ganz auf Nummer sicher gehen möchte, ist gut beraten, sich eine Filteranlage zu installieren oder das Wasser zumindest vor dem Verzehr abzukochen. Denn Wasser bleibt egal wie einfach unser Lebenselixier – sprich ohne Wasser, kein Leben!


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Interessante Links:

https://www.wissen.de/bildwb/wasserhaushalt-wie-viel-wasser-enthaelt-der-menschliche-koerper
www.https://www.igb.fraunhofer.de/de/presse-medien/presseinformationen/2015/wassercheck.html
http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2016-09/nitrat-grundwasser-trinkwasser-belastung-massentierhaltung